Geldwerter Vorteil für Firmenwagen-Fahrten zur ersten Tätigkeitstätte

Das Finanzgericht (FG) Nürnberg hat zur Berechnung des geldwerten Vorteils für die Nutzung des Firmenwagens zu Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte Stellung genommen.

Bei Arbeitnehmern, die nur gelegentlich mit dem Firmenwagen zur ersten Tätigkeitsstätte fahren, kann statt der 0,03%-Methode die pauschale Einzelbewertung mit 0,002 % des Listenpreises je Entfernungskilometer und tatsächlicher Fahrt angewandt werden.

Das FG Nürnberg hat mit Urteil vom 23.1.2020 (Aktenzeichen: 4 K 1789/18) die strengen Verwaltungsvorgaben abgelehnt, wonach der Arbeitnehmer bei der Einzelbewertung gegenüber dem Arbeitgeber für jeden Monat schriftlich erklären muss, an welchen Tagen (mit Datumsangabe) er den Dienstwagen tatsächlich für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte genutzt hat.

Beispiel: Der Arbeitnehmer nutzt einen Firmenwagen (Dieselfahrzeug) auch für die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte. Er fährt monatlich an 4 Tagen zum Betrieb, ansonsten befindet er sich im Außendient. Die Privatnutzung des Pkw ist untersagt. Der Listenpreis des Pkw beträgt 50.000 Euro.

Geldwerter Vorteil nach der 0,03%-Methode: 50.000 Euro x 20 km x 0,03% = 300 Euro;

geldwerter Vorteil nach der 0,002%-Methode: 50.000 Euro x 20 km x 4 Fahrten x 0,002% = 80 Euro.

Es ergib sich also ein monatlich um 220 Euro geringerer geldwerter Vorteil (300 Euro – 80 Euro).

Die Anwendung der 0,002%-Methode darf nach dem Urteil des FG Nürnberg nicht daran scheitern, dass (nur) glaubhaft gemacht werden kann, dass der Arbeitnehmer monatlich (nur) viermal zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren ist, aber keine genauen Datumsangaben machen kann.

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