Minijob neben Arbeitslosengeld II – was Arbeitgeber wissen müssen

Die Minijob-Zentrale hat aktuell darüber informiert, was gilt, wenn Arbeitgeber einen Bezieher von Arbeitslosengeld II als Minijobber beschäftigen.

Kurzfristige Beschäftigungen: Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung im Vorhinein auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr befristet ist. Eine Verdienstgrenze gibt es bei kurzfristigen Beschäftigungen nicht. Übersteigt das Einkommen aus der kurzfristigen Beschäftigung 450,00 Euro im Monat, muss vom Arbeitgeber Berufsmäßigkeit geprüft werden. Bei Arbeitslosen ist Berufsmäßigkeit immer zu unterstellen, da für Arbeitslose jede Beschäftigung von nicht untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. Daher können Arbeitslose nicht als kurzfristige Beschäftigte beschäftigt werden, wenn der monatliche Verdienst bei über 450,00 Euro liegt. Ein Arbeitnehmer, der als berufsmäßig beschäftigt gilt und mehr als 450,00 Euro monatlich verdient, ist vom Arbeitgeber als sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer bei der zuständigen Krankenkasse zu melden.

450 Euro-Minijobs: Bezieher von Arbeitslosengeld II können einen 450 Euro-Minijob ausüben. Sie sind vom Arbeitgeber bei der Minijob-Zentrale anzumelden. Im Melde- und Beitragsverfahren haben Arbeitgeber keine Besonderheiten zu beachten, wenn sie einen Arbeitslosen mit Bezug von Arbeitslosengeld als 450 Euro-Minijobber einstellen. Der Minijob ist wie gewohnt mit der Personengruppe 109 und dem entsprechenden Beitragsgruppenschlüssel bei der Minijob-Zentrale zu melden (Beitragsgruppenschlüssel: 6100 - gesetzlich krankenversichert und rentenversicherungspflichtig; 6500 - gesetzlich krankenversichert und von der Rentenversicherungspflicht befreit). Für den Fall, dass der Minijobber nicht gesetzlich krankenversichert (z. B. privat krankenversichert) ist, ist er mit dem Beitragsgruppenschlüssel 0100 oder 0500 zu melden. Auch die Abgaben für einen Minijobber mit Bezug von Arbeitslosengeld II sind wie gewohnt monatlich an die Minijob-Zentrale zu zahlen. Der Arbeitgeber zahlt Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung sowie eine Pauschsteuer und Umlagen.

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Die Minijob-Zentrale hat aktuell darüber informiert, was gilt, wenn Arbeitgeber einen Bezieher von Arbeitslosengeld II als Minijobber beschäftigen.

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