Mahlzeitengestellung an Flugpersonal

Die unentgeltliche Mahlzeitengestellung an Flugpersonal auf Flügen von über sechs Stunden ist nach einem Urteil des Finanzgerichts (FG) Düsseldorf kein Arbeitslohn.

Im Urteilsfall stellte eine Fluggesellschaft ihrem Flugpersonal sowohl auf Langstrecken- als auch auf Mittelstreckenflügen, wenn die Flugzeit über sechs Stunden lag, unentgeltlich Verpflegung zur Verfügung. Es handelt sich dabei um Catering-Mahlzeiten.

Es bestand für das Personal nur eine beschränkte Essensauswahl im Rahmen der für die Passagiere vorgesehenen Essen. Piloten und Co-Piloten mussten aus Sicherheitsgründen unterschiedliche Mahlzeiten einnehmen. Nach einer Lohnsteueraußenprüfung vertrat das beklagte Finanzamt die Ansicht, dass die unentgeltliche Gestellung der Mahlzeiten steuerpflichtiger Arbeitslohn sei. Das FG hat sich gegen eine Versteuerung ausgesprochen.

Nach Ansicht des FG wurde dem Flugpersonal durch die Mahlzeitengestellung kein steuerpflichtiger Arbeitslohn zugewandt. Bei Würdigung aller Umstände des vorliegenden Falles sind die unentgeltlichen Mahlzeiten ganz überwiegend im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers zur Verfügung gestellt worden. Es handelt sich nicht um eine Ent- oder Belohnung für die Arbeitsleistung des Personals.

"Die unentgeltliche Gestellung der Mahlzeiten an Bord war den außergewöhnlichen Arbeitsumständen sowie der hiermit verbundenen erforderlichen effizienten Gestaltung der Arbeits- und Betriebsabläufe geschuldet und diente damit überwiegend betriebsfunktionalen Zielsetzungen. Sie hat vornehmlich der Gewährleistung eines reibungslosen und effizienten Ablaufs während der Flugzeiten“ gedient.

Die Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf vom 13.8.2020, Aktenzeichen 14 K 2158/16 L, ist rechtskräftig. Die vom Finanzgericht zugelassene Revision wurde nicht eingelegt.

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